Umzug

Nachdem ich umgezogen bin, zieht nun auch meine Internetfamilie auf einen neuen Server um.

In den nächsten Tagen kann / wird es bei einigen, den meisten oder allen Domains zu erheblichen Störungen der Erreichbarkeit kommen.

So jetzt habe ich mal was Anderes als über das Essen geschrieben. Für heute habe ich aber genug für den Umzug getan und gehe lieber noch was Essen. Womit ich wieder beim Thema wäre…

Klimawandel

Die Klimaanlage ist teilweise so bitter kalt, daß ich heute mit langen Jeans, Pullover und festen Schuhen mit Socken im Büro sitze und immer noch friere.

Von wegen in den Tropen muss man nicht frieren!

Shopping-Tour

Bei meiner Tesco-Einkaufstour habe ich mittlerweile so etwas wie eine Routine entwickelt. Ich fahre vor, halte ganz hinten auf dem Roller Parkplatz, parke! Oh Wunder.

Dann gehe ich vor Tesco noch durch die angeschlossenen Shops gucke beim Telko-Shop rein, beim CD-Shop und diesmal habe ich auch eine Runde durch den Food-Court gedreht. Das Essen war allerdings nicht sehr appealing.

Im Tesco habe ich mir Handtücher angesehen (ungefähr das 3. Mal) und diesmal auch eines gekauft (es fusselt). Bei den Computern vorbeigegangen, nichts Neues entdeckt, die Digitalkameras als zu teuer verworfen, bei den Teigwaren Bananenmuffins für das Frühstück geholt, das Obst. Ich habe doch tatsächlich Obst gekauft, Orangen und Äpfel. Ich bin immer noch skeptisch angesichts der exotischeren Sorten. Beim Sushi gleich mal 2 Packungen eingepackt. Zu guter letzt noch eine Tüte Chips. Nach dem Bezahlen bei Dairy Queen eine neue Sorte probiert.

BBQ Buffet für 89 Bath

Das Spannendste am meinem heutigen Tag – neben dem Umzug in unser eigentliches Büro – war mal wieder mein Abendessen.

Ich bin gar nicht weit weg vom IT Complex in eine große, offene Hütte gegangen vor der ein Schild mit der Aufschrift B-B-Q wirbt. Deswegen bin ich da eigentlich gar nicht hin, aber da es keine Karte gab, habe ich mich auf das Abenteuer eingelassen.

Zur Auswahl stand Einiges: Salate, Kohl, Gemüse, Nudeln, Fleisch (4-5 verschiedene Sorten rohes Fleisch und jede Menge Pressfleisch), Obst, Fisch, Tintenfisch, Algen, Muscheln und wenn mich nicht alles täuscht, Korallen!

Ich habe mehr oder weniger alles mal durchgetestet, bin mir aber nicht sicher, ob ich beim Zubereiten alles richtig gemacht habe. Alle Zutaten waren nämlich frisch (hoffe ich!) und roh. Auf dem Tisch stand ein Kessel, in dem eine Kohle mit hoher Temperatur loderte und Wasser drum herum aufheizte. In diesem Wasser wurde das meiste Essen gekocht, bzw. getaucht. Das Fleisch konnte man auf den Deckel des Topfes (mit Luftlöchern) legen, um es zu braten. Der Chef hatte mir die ersten Stücke zubereitet, sonst wäre ich wahrscheinlich gar nicht auf die Idee gekommen.

Nahrungsaufnahme II

War heute im gleichen Restaurant, wo ich gestern schon mal war. Warum auch immer. Gestern war es ja mein Fehler, nicht das Richtige zu bestellen.

Heute sollte alles besser werden. Da der Tag eh nicht meiner war, kein Wunder es ist Montag, hätte ich es besser wissen sollen. Das auch noch der Regen einsetzte, als ich losfuhr, hätte mir dann wirklich eine Warnung sein sollen. Ich habe es aber immerhin noch halbwegs trocken ins Restaurant geschafft.

Heute habe ich Frühlingsrollen und Shrimp salad bestellt. Die Rollen trieften etwas, aber schlecht waren sie nicht, dafür war die Beilage, Tomate und Salate nicht mehr frisch. Schlimmer wurde es dann mit dem Shrimp salad. Den hatte ich anders erwartet. Die Krabben jedenfalls stanken erbärmlich, schmeckten nach nichts und waren labberig. Kann sein, dass das so sein muss, aber so tolerant ich auch beim Essen bin, das war zu viel des Guten!

Nahrungsaufnahme I

Bin abends extra nochmal aus meiner Hütte, in der ich mehr oder weniger den ganzen Tag am Rechner verbracht habe, aufgebrochen, um was zu Essen zu fassen.

Hinter der Tankstelle beim Seven Eleven gibt es einen Markt und dort waren allerhand interessante Stände mit Thai Fast Food aufgebaut. Auch dort hat sich allerdings wieder gezeigt, daß das Thai Essen in Europa sehr an den dortigen Geschmack und die dortige Ästhetik angepasst sind. Vielleicht ist das in Deutschland verkaufte Essen auch aus einer anderen Region. Das Zeug beim Chinesen ist ja meist auch nur kantonesische Küche.

Jedenfalls konnte ich mich genauso wenig wie Patrick für eines der Gerichte entscheiden. Ich habe mir stattdessen in der Suppenküche eine klare Suppe mit Gemüse und Fleisch reichen lassen.

Das reichte für meinen Nimmersatt leider nicht aus, deswegen bin ich weiter auf Suche gegangen und habe hinter der Tanke noch ein Restaurant entdeckt, das Thai Food, Sea Food, European Food und noch irgendeine Sorte Food serviert. Den Laden hatten außer mir noch jede Menge andere Farangs entdeckt.

Ich hatte nach der Suppe Appetit auf was Festes, Reis z.B. Die Karte hielt auch einige Reisgerichte bereit, wovon ich das mit Huhn orderte. Leider, leider habe ich dabei das kleine Wörtchen “soup” übersehen und das es sich um eine Frühstücksgericht handelte.

Die Asiaten haben schon recht interessantes Zeug für das Frühstück. Die Suppe war auf jeden Fall lecker und äußerst nährhaft, so daß ich danach pappensatt war. Ziel erreicht!

Tourismus – Segen und Fluch

Bin heute auf eine Inselrundreise aufgebrochen und auch wieder angekommen. Für mich typisch habe ich versucht möglichst weit weg von der Ringstraße interessante Flecken zu finden. Das ist mir – meiner Meinung nach – auch gelungen. Bilder gibt es irgendwann in meiner Galerie zu sehen.

Ich habe mich heute erstmal auf die Südseite der Insel konzentriert. Mit dem Roller konnte ich fast entlang der gesamten Küste auf kleinen Pfaden am Strand lang fahren. Fast – abgesehen von exklusiv für Hotels abgesperrten Gebieten, Hügeln oder Baustellen.

Die Insel hat wirklich wunderbare – paradiesische – Ecken. Leider werden es zunnehmend weniger. Ok, ich bin erst seit 8 Tagen hier, aber die Zeichen sind eindeutig. Überall gibt es Straßen oder Wege hin, auf der ganzen Insel werden neue Hotels hochgezogen, obwohl an anderen Ecken schon wieder welche verfallen.

Eine meiner Lieblingsecken ist jetzt schon ein Hügel am Süd-Ost-Rand von Samui. Auf der Karte ist der Fleck noch ganz grün und vor Ort ist es auch sehr grün. Allerdings führt auf die eine Seite des Hügels eine dicke, zwei-spurige Straße hinauf, die dann auf halber Höhe abrupt endet. Der Straße schließt sich ein Pfad an, der den Hügel hinauf und dann einmal drumherum führt.

Der Blick vom Hügel ist irre. Die Hänge sind satt grün mit urwüchsigen Pflanzen. Der Hang fällt auf der einen Seite steil zum Meer hin ab. In der Nähe liegen mehrere Inseln auf die man eine gute Aussicht hat und einige weiter entfernte Inseln, die man nur noch schemenhaft erkennen kann. Auf der anderen Seite hatte ich einen Blick über die Insel, wo sich selbstverständlich am Ende auch wieder das Meer anschloß.

Nahe dem Gipfel habe ich meine erste Schlange auf Samui gesehen, ein kleines hell-grünes Exemplar.

Nachdem ich bei meiner Eroberung des Hügel auf einem steinigen und steilen Pfad kläglich am Hang gescheiert bin, mußte ich umdrehen. Als nächstes habe ich den wohl letzten verbliebenen Sumpf Samuis entdeckt. Am Sumpf war auch noch ein letztes Stück Urwald. Direkt dahinter stand dann aber wieder eine schwere Maschine, ein Bagger, der quer durch den Wald eine Straße zu einem Mangrovenwäldchen geebnet hat.

Weiterhin habe ich auf meiner Entdeckungstour etliche Fischerhütten, Boote, An- und Ablegestege gesehen, wo die Fähren zu den Nachbarinseln losfahren.

Sicherlich bringt der Tourismus den Thais hier einen westlicheren Lebensstandard, aber ist es auch ein besserer? Das Problem ist doch Folgendes. Jeder möchte ein Auto, ein großes Haus, Fernsehen, einen Kühlschrank, und sonst noch was für materielle Dinge. Einige pfiffige Thais (angeblich nur die chinesischer Herkunft) haben herausgefunden, daß man mit Haus- und Hotelbau gut Geld verdienen kann. Darum wird gebaut was die Insel an Fläche hergibt. Es wird immer tiefer ins Innere, immer weiter hinauf auf die Berge hinauf, immer näher am Strand gebaut. Sicherlich ist das Geld nicht immer das von Thais und sie sind auch nicht die wirklichen Profiteure, aber es war doch mal ursprünglich ihr Land, das jetzt bebaut wird.

Aber einem Goldrausch können sich ja die Wenigstens entziehen. Im Norden soll es einen Thai geben, der sich standhaft weigert, sein Land kommerziel zu verwerten. Ihm werde ich nächstes Wochenende mal einen Besuch abstatten und beglückwünschen. Ist nämlich erstmal die ganze Insel bis in den letzten Winkel erschlossen, ist es vorbei mit den paradiesischen Verhältnissen.

Der wirkliche Gewinner wird dann der Thai im Norden. Aber der Verlierer bleibt – neben den Einheimischen – leider wie immer Mutter Erde!

Hausieren, Teil IV

Bin heute in mein neues Häuschen eingezogen – das neu ist auf 2 Arten zu verstehen. Es ist meine neue Unterkunft für die nächsten zwei Wochen und ich bin der erste Bewohner dort.

Es gibt einen Aufenthaltsraum, von dem das Badezimmer und das Schlafzimmer abgeht.

Vor der Badezimmertür steht eine Spüle, außerdem gibt es im Wohnzimmer einen Kühlschrank, eine Couch und einen niedrigen Wohnzimmertisch.

Im Schlafzimmer steht ein großes Doppelbett, ein Kleiderschrank und ein Lüfter. Eine Klimaanlage habe ich nicht. icon sad Hausieren, Teil IV

Das Bad ist ziemlich klein. Die Dusch ist ein Schlauch an der Wand, so daß sicherlich alles naß wird, wenn ich dusche.

Gratis zum Haus gab es zwei bis drei Wachhunde, die unter dem Haus leben.

Das 3. Haus wird jetzt von meinem Kollegen Patrick bewohnt. Er hat es heute morgen ganz spontan angemietet.

Hausieren, Teil III

Hatte gestern ein Besichtigungstermin für eine Hütte etwas außerhalb vereinbart.

Nach dem Besichtigungstermin: Die Hütte werde ich morgen beziehen. Es ist eine Art Reihenhaussiedlung. Auf der rechten Seite stehen 4 Hütten, in der 1. wohnt ein Deutscher, in der 2. ich, die 3. ist noch frei. Auf der linken Seite stehen 2 Häuser. Die Bewohner kenne ich noch nicht.

Erfahrungsbericht, Teil I

Das Leben hier ist lassez fair. Die Leute genießen in vollen Zügen. Alles ist
locker und nichts muß mit zu großem Ernst angegangen werden. Das deutsche
Streben nach Perfektionismus fehlt gänzlich. Dafür liegt dann mancherorts der
Dreck am Straßenrand in großen Stapeln, Gummi wird am freien Himmel
verbrannt, was widerlichst stinkt, die Häuser wirken teilweise etwas
wackelig, vieles ist mehr schlecht als recht improvisiert, es gibt auch
Verlierer des Tourismusbooms (wie in jeder kapitalistisch ausgeprägten
Gesellschaftsform). Es gibt unglaublich viele streunende Hunde, die aber ein
gutes Benehmen haben und nicht oft bellen und nicht immer hinter den
Mopedfahren hinterrrennen, sondern teilweise stundenlang am Straßenrand
liegen. Streunende Katzen gibt es dafür umso weniger, was sich in einer
Unmenge von Kriechtieren a la Geckos und Echsen widerspiegelt. Überhaupt gibt
es hier noch eine Menge Tiere, was mein Herz sehr erfreut. Abends kommen
immer die Schrecken und Grillen auf die Veranda gekrochen. Um das Haus
huschen Heerscharen von verschiedenen Vögeln, Geckos, Boden-nahe Stelzer –
ein Huhn-ähnliches Viech mit schwarzem Federkleid und braunen Flügeln habe
ich morgens gesichtet – und sehr, sehr schöne Schmetterlinge der
verschiedensten Coleur gibt es momentan gerade. Die Seetiere nehme ich mir
für später vor.

Dadurch daß ich KEIN Wort Thai spreche, kann ich nur raten, was so Sache ist.
Das Englisch der Thais ist wirklich schwierig zu verstehen, teilweise
sprechen sie aber auch einfach keines. Das beste Englisch sprach immer noch
der Herr im Call Center gestern und selbst das war nicht wirklich gut. Aber
es gibt ja wie immer Hände und Füße! Ach ne, Füße ist ja so eine Sache hier.
Füße sind dem Boden am Nähsten und gelten als dreckig. Deshalb läßt man hier
die Füße am Besten auf dem Boden und die Schuhe außerhalb. Dann kann man auch
nicht viel Falsch machen. Im Internetcafe unten müssen z.B. die Schuhe
ausgezogen werden, bei uns im Büro noch nicht, aber das könnte sich bald
ändern…

Sonst haben die Touris hier aber schon größeren Einfluß auf die kulturellen
Gegebenheiten genommen. Das Restaurant gestern abend war eine Enttäuschung.
Da wurde mittelmäßiges Essen zu hohen Preisen (für hiesige Verhältnisse)
serviert. Die Thais halten sich nicht strikt an die “Regeln”, die ich in
mind. 4 verschiedenen Büchern nachgelesen habe.