Solltest Du wider Erwarten meine Einträge nicht in chronischer Reihenfolge lesen, nimm Dir bitte zum besseren Verständnis erst den Artikel “Powernapping” vor.

The saga continues … ach ne, na jedenfalls ging jetzt der Tag ja los. Da konnte ich unmöglich im Bett liegen bleiben. Statt dessen wollte ich die Gunst der Stunde nutzen – ich bin ja selten um die Uhrzeit wach, außer ich will gerade schlafen gehen – und mir meinen ersten Samuianischen Sonnenaufgang angucken.

Einen Strand wußte ich auch schon. Soviel vorweg, ich habe natürlich Fotos gemacht. Ich bin in totaler Finsternis gestartet, um zum Strand bei der Koh (thail. für Insel) Farn Noi zu fahren. Das ist der Zipfel im Norden (Nord-Osten und nicht wie letztes Mal geschrieben Nord-Westen), wo ich letztes Wochenende bereits war.

Auf dem Weg dorthin (ca. eine halbe Stunde Fahrt) setzte die Dämmerung ein, aber die Sonne war noch nicht aufgegangen. Just als ich abgestiegen war, meine Kamera ausgepackt hatte und bis zum Strand vorgelaufen war, kamen die ersten tief roten Sonnenstrahlen durch die (wenigen) Wolken. Perfektes Timing! Trotz der frühen Stunde war ich nicht der einzige Besucher. Es gab etliche Strandläufer (nicht die Vögel), die joggten oder einfach nur genaßen. Mit einem Finnen und einem Exil-Thai bin ich noch kurz ins Gespräch gekommen.

Nach meiner Foto-Session wollte ich das Wasser erkunden. Die Sonne stand bereits vielversprechend am Himmel. Leider war das Wasser weniger vielsprechend. Es gab quasi nichts Interessantes unter Wasser – ich hatte meine Taucherbrille eingepackt. Also bin ich zur Koh Farn Noi hinübergeschwommen. Barfuß habe ich nur den sandigen Teil erkunden können, mußte aber mit Schrecken feststellen, daß sogar auf diesem Mini-Eiland bereits versucht wurde, zu bauen. Es standen noch zwei kleine Holzhütten, ein Betonfundament und ein verrosteter Generator herum. Das Stromkabel trieb mir bereits bei der Überquerung der Meeresenge gekappt entgegen. Da hatte ich mich noch gewundert, was ein dickes, schwarzes Kabel mit losem Ende im Meer zu suchen hat.

Dann holte mich die Müdigkeit doch noch ein. Ich habe mich einfach an Ort und Stelle unter einem Palmenwedelverschlag im Sand niedergelassen und erst einmal ein wenig Schlaf nachgeholt …

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