Über Rennen, trödeln und Liegen

Nach der Heimfahrt von meinem Strandausflug und einem Essen im Soy Bungalow Restaurant stand nachmittags mein 2. HHH an.

Ich weiß jetzt auch für was das dritte H steht. Es heißt nämlich nicht wie letztes Mal vermutet Hush Harrier, sondern korrekt und vollständig Hush House Harrier. Für Übersetzungen fragen Sie bitte in Ihrem lokalen HHH-Club nach.

Pünktlich wie ich so bin *hüstel* war ich 10 Minuten vor 15 Uhr im Red Fox. Offizielles Treffen war um 15 Uhr. Außer Ebi (2. Deutscher) war nur leider niemand da, nicht einmal der Besitzer der Bar. Nach kurzer Rücksprache mit Bernd (3. Deutscher) wurde der Treffpunkt aber bestätigt.

Nach und nach trudelten dann mir schon bekannte Gesichter, z. B. Andreas (4. Deutscher), und einige unbekannte Gesichter ein. Nach einigem hin und her wußte dann auch irgendwer, daß der HHH #211 bei der Snake Farm wäre. Das ist die Gegend mit der höchsten Schlangedichte auf Samui und das nicht (nur) wegen der Farm.

Dort angekommen wußte ich auch, um welche Gegend es sich handelt. Dort hatte ich auf meiner 1. Tour einen Berg bezwungen. Der Run war weniger spektakulär, aber ich habe wieder ein paar schöne Flecken abseits der Ring Road gesehen. Zwar waren nirgends Schlange zu sehen, aber die wohl größte freilebende Spinne (handteller-groß – meine Hände!), die mir je zu Gesicht gekommen ist, hing hungrig in ihrem Netz.

Leider endeten die Schnitzel irgendwo (O-Ton: “Das Papier war alle.”), und das obwohl der 5. Deutsche im Spiel den Run gelegt hatte. So viel zu Perfektionismus und Organisationstalent von Deutschen.

Am Ende des Runs wird immer ein Kreis aller Beteiligten gebildet, wo jeder mind. einmal hinein muß. Mich hat es diesmal erwischt, weil ich so ruhig an den Run rangegangen bin und an einer Stelle erstmal stehen geblieben bin, um zu sehen, wie es weitergeht. Das gefiel den Thais und sie haben beschlossen den Rest des Weges einfach nur noch blind mir zu folgen. Da soll nochmal jemand kommen und sagen, ich hätte kein Führungstalent!

Start und Ziel waren direkt unter Kokusnusspalmen (höchst gefährlich!) am Meer. Mir sind dort bei der Ankunft das erste Mal die Gezeiten aufgefallen. Schräg gegenüber befindet sich eine Insel, die bei Ebbe selbst per Fuss zu erreichen ist. Etliche Thais haben die Ebbe dazu genutzt in den verbliebenen Pfützen Dinge (Muscheln, Krabben?) zu sammeln. Nachdem es dunkel geworden war, kam auch noch eine ältere Frau mit Tochter, die mit Taschenlampen am Kopf und einem Köcher in der Hand bewaffnet waren, um der Dinge des Meeres habhaft zu werden.

Bei meiner Ankunft in Lamai stellte ich fest, daß nichts los ist und wurde belehrt, dass “morgen Wahlen” seien und deshalb kein Alkohol ausgeschenkt werden dürfe. Was wiederum zur Folge hatte, dass die meisten, wenn nicht alle Bars, der Meinung waren, dass man dann gar nicht aufmachen müsse. Das war bei der Ankunft.

Ich habe mich dann erstmal nach Hause begeben, erfrischt, gestärkt und bin wieder zurück nach Downtown Lamai. Leider war jetzt noch weniger los. Frustrierend – ein Samstagabend, der Tag in der Woche, wo ich am nächsten Tag freihabe, fit bin und es ist nichts los.

Da wollte ich mal wissen, was die Thais so machen und habe meine Bekanntschaft vom letzten Wochenende kontaktiert. Sie hat meine SMS sogar mit einem Rückruf quittiert, konnte mir aber leider lediglich mitteilen, daß sie in Bangkok sei. Große Klasse. Auch keine Lösung.

Am Strand hatte ich vorher Lagerfeuer gesehen und dachte mir, dass es die Leute zum Lagerfeuer wie die Insekten zum Licht zieht. Bevor ich mich an einem der 3 Lagerfeuer niederlaß, habe ich eine kleine Strandwanderung unternommen und siehe da, dort gab es eine Bar, die offen hatte.

Hier gibt es bei den Strandbars super gemütliche Sitzkissen, die auf Rattanmatten platziert sind, die wiederum direkt am Meer liegen. Dort ließ ich mich dann nieder, um Bruchteile später von der Seite gegrüßt zu werden. Auf dem Kissen nebenan machte sich gerade ein Schwede breit, den seine Freunde im Stich gelassen hatten. Jedenfalls haben wir uns gut unterhalten und irgendwann hat sich dann noch ein Hamburger dazu gesellt. So war der Abend dann doch noch ganz amüsant.

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