Koh Phangan zum II.

Mein verlängertes Wochenende wollte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen und nach den positiven Erfahrungen vom letzten Wochenende, dachte ich mir, daß ich nach Koh Phangan mal Koh Tao einen Besuch abstatte. Ich habe mir also eine Fährverbindung herausgesucht, bin früh aufgestanden, pünktlich losgefahren und pünktlich in Bophut angekommen.

Bophut war als Abfahrstelle für den Katamaran im Fahrplan. Leider wußte in Bophut niemand etwas davon. Es gäbe wohl eine Verbindung in Mae Nam, aber ehe ich da gewesen wäre, wäre der Katamaran weg gewesen.

Ich hatte zum Glück eine Liste aller Fährverbindungen mit. Darauf konnte ich entnehmen, daß die Fähre nach Koh Phangan ab Big Buddha zeitlich sehr gut passte. Daraufhin habe ich mich spontan entschlossen, dorthin zu fahren. Hinfahrt und Überfahrt haben reibungslos funktioniert.

Den Fährhafen kannte ich bereits vom vorangegangenen Wochenende. Bemerkenswert war der schier nicht endenwollende Strom von Fahrgästen, die von Koh Phangan kamen. Da war 2 Tage vorher eine Full Moon Party und es war in so fern nicht weiter verwunderlich.

Ich wollte letztes Wochenende schon an eine Bucht namens Had Sadet, die auf der Karte mit Abstand am Schlechtesten erschlossen war. Mein Logik bestand darin, daß die Bucht noch besonders einsam, natürlich und schön sein müsse, wenn sie so schwer erreichbar ist. Letztes Wochenende weigerten sich die Wassertaxis den Strand anzufahren, bzw. forderten horrende Preise. Dieses Wochenende wartete gleich an der Anlegestelle der Fähre ein Taxi. Glück gehabt! Ich bin also auf die Ladefläche des umgebauten Pickups geklettert und habe gewartet. Mit mir ein polnisches Päarchen. Der Fahrer wollte satte 200 Baht (ca. 4 Euro) für die Fahrt haben.

Nach etlichen Minuten Wartezeit kam der Fahrer und meinte, er würde nur nach Thong Sala fahren. Das ist der große Fährhafen und Umsteigeort für die nördlichen und westlichen Ziele. Ich wollte aber nach Osten! Go east. Also bin ich wieder raus aus dem Taxi und erstmal in den Ort rein, weil ich wußte, daß dort weitere Taxis warten. Das Problem war aber, daß die Preise mit jeder Anfrage stiegen. Letztendlich habe ich mich dann breitschlagen lassen, doch erstmal nach Thong Sala zu fahren, weil mir versprochen wurde, daß dort ein Taxi für 80 Baht (ca. 1.60 Euro) weiter nach Had Sadet fahren würden.

In Thong Sala angekommen wurde ich eines Besseren, bzw. eines Genaueren belehrt. Es gab zweimal am Tag ein Taxi nach Had Sadet für 80 Bath. Wenn denn genug Leute zusammenkämen. Die nächste Fahrt war aber erst für 2 Stunden später geplant. Aus Frust bin ich erstmal im Ort shoppen gegangen. Mir war die Sonnencreme ausgegangen und die brauchte ich dringend.

Beim Blick auf die Uhr (= mein Handy) fiel mir auf, daß der Akku fast leer war. Auch das noch! Ich habe noch versucht meiner Freundin Bescheid zu geben, daß sie nichts von mir hören würden, aber wie ich im Nachhinein erfahren habe, ist die SMS nie angekommen. icon sad Koh Phangan zum II.

Nach längerer Wartezeit und vielen Anfragen bin ich dann auf ein Taxi gestoßen, in dem zwei Neuseeländerinnen saßen, die auch an die Ostküste wollten. So wurde doch noch zu meinem Ziel gefahren. Der Weg dorthin war in der Tat holprig und vor allem staubig, aber die hohen Preise rechtfertig er nicht. Teilweise wurden bis zu 1000 Baht (ca. 20 Euro) gefordert. Gezahlt habe ich dann noch 250 Bath (ca. 5 Euro). Mehr als genug für thailändische Verhältnisse!

Der Strand Had Sadet ist umschlossen von Felsen und im Hinterland besteht größtenteils aus ursprünglichem Urwald. Große Teile davon sind Naturschutzgebiet, wie ich im vorbeifahren gesehen habe. Der Sandstrand hatte eine ziemliche Brandung mit stärkerer Strömung. Die Wellen brachen leider direkt auf den Strand. Ich habe mich zwar wie immer in einer Runde Bodysurfen probiert, diesmal sogar mit Flossen, aber außer eine Welle, die mich am Ende mächtig ans Land gespült hat, war das nicht so Knüller. An Schnorcheln war nicht zu denken. Ich habe es zwar probiert, aber das Wasser war so trübe und an den Felsen, die empfohlen wurden, wollte ich nicht ranschwimmen, weil sich dort die Wellen ziemlich austobten.

Ich habe abends einen schönen Vollmond (bzw. einen sehr hellen, runden Mond) aus dem Fenster meiner Hütte am Hand genossen.

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