Der Tag ging früh los mit der Ankunft am Bahnhof von Phitsanulok um ca. 4.15 Uhr. Da wir aber nach Sukhothai wollten, mußten wir noch eine Weiterfahrt finden. Das um diese Uhrzeit! Per Tuc Tuc sind wir erstmal zum Busbahnhof gebracht worden, wo tatsächlich ein Bus wartete. Leider waren wir die letzten Passagiere. Die Sitzplätze waren schon alle belegt. Wir durften es uns aber in der Mitte des Busses bequem machen. Dafür kostete die ca. 60 km weite Fahrt nur um die 1 Euro. Gegen Sonnenaufgang sind wir am Busbahnhof von Sukhothai eingetroffen, der etwas außerhalb liegt. Dort warteten bereits die nächsten Tuc Tuc-Fahrer für die Weiterfahrt nach New Sukhothai.
Der Tuc Tuc-Fahrer hatte für uns 2 Unterkünfte im Angebot. Ich wollte aber erstmal meine Emails checken, weil ich einen Tipp von mz erwartete, der 3 Wochen vorher höchst erfreut hier abgereist war. Mir war so, daß die Unterkunft irgendwas “Grünes” beinhaltete. Der Tuc Tuc-Fahrer hat uns dann erstmal im Garden House, eine der beiden Unterkünfte aus seinem Angebot, zum Surfen abgesetzt. Wie ich der Mail dann entnehmen konnte, befanden wir uns schon in der empfohlenen Herberge. Der völlig verpennte Rezeptionist hatte zum Glück trotz der frühen Stunde eine Hütte für uns parat.
Für unsere Tagesexpedition haben wir uns einen Roller gemietet. Der war zwar etwas klapperig, aber die Deluxe-Version, die im Verleih war, ließ sich nicht starten. Unser erstes Ziel waren die Berge. Noch vor dem Sukhothai Ortsausgang wurden wir das erste Mal auf Songkran eingestimmt. Mehrere Wasserladungen erwischten uns breitseit. Eine Meute Kinder amüsierte sich daraufhin könglich.
Der Fahrtwind und das irrsinnig heiße Wetter trockneten die Kleidung aber noch bevor wir die Berge erreicht hatten. Wir sind einem Hinweis auf einen Wasserfall gefolgt und am Fuß der Berge an einem Stausee angelangt. Vorher hatten wir noch eine zweite Wasserschlacht bestritten. Diesmal hatte ich mich mit einer 1-Liter Wasserflasche erfolgreich zur Wehr gesetzt.

Der Stausee führte noch Wasser, aber der Bach, der ihn speiste, war ausgetrocknet. Damit gab es auch keinen Wasserfall zu sehen. Wir sind den Weg neben dem Bach noch einige Hunderte Meter hinaufgefolgt bis wir Wasser fanden. Das stand aber, was der ideale Nistplatz für Mücken war…
Neben wunderschönen Schmetterling und Vegetation, die einem Dschungel schon sehr nahe kam, haben wir bei unserer Expedition drei Schlangen gesehen. Kleine Exemplare, die schneller wegkrochen, als dass wir uns erschrecken konnten.
Der zweite Programmpunkt war die Historical Town von Sukhothai. Die ersten Anlagen und Relikte begegneten uns schon ein Stück weit außerhalb des offiziellen Parks. Nach Zahlung unserer Ausländerzeche (Eintrittsgebühren) konnten wir mit unserem Moped in den Park fahren.

Als der Abend langsam einbrach und der Park sich leerte, und nachdem ich eine lange, schwarze Schlange in einem alten Baum verschwinden sah, hat uns ein Parkwächter angesprochen, ob wir denn schon den großen Buddha gesehen hätten. Hatten wir nicht. Der stand aber noch auf dem Programm. Er deutete an, daß er die Besichtigungsstätte abschließen würde. Es schien, als wäre jetzt der Zeitpunkt, dort hinzufahren, daher sind wir ihm gefolgt. Der Buddha war wichtig beeindruckend. Allerdings gab es dort nichts, was er hätte abschließen können. Aber aufschließen konnte er etwas.

Das Buddha-Abbild war in einem viereckigen, ca. 20 Meter hohen Gebäude, das oben offen war, untergebracht. Der Zugang in das Viereck war mit einem Gitter versperrt. Als sämtliche Touristen weg waren, hat der Wächter das Tor aufgesperrt und wir konnten passieren. Zuerst konnten wir hinter den ca. 22 Meter hohen Buddha klettern. Außen hatte ich auf einer Schautafel gelesen, daß es ein Treppe in der Seitenmauer gäbe, die nach oben führt. Über der Treppe sind Tafel mit alten Inschriften angebracht. Der Wächter schloss dann auch noch das nächste Tor auf und wir konnten den niedrigen Gang in der Seitenmauer betreten. So bekamen wir die uralten Tafeln zu Gesicht und kamen am Ende auf dem Dach des Wats an. Von da hatten wir einen herrlichen Blick von oben auf den Buddha, auf den Park, die Berge rings herum und den Sonnenuntergang.

Im Anschluß hat der Wächter uns noch einige sehenswerte Fotopunkte gezeigt, wo er die Beleuchtung für die Nacht anschalten mußte. Quasi in seinem Hintergarten, er schläft auf der Veranda in einem der antiken Häuser, hat er zwei bezaubernd riechende Blüten gepflückt. So endete unsere private Führung mit einer versuchten Konversation auf Thailändisch mit dem letzten Sonnenlicht.
Die Fotos aus der historischen Stadt kannst Du in meiner Fotogalerie ansehen.








