Historische Stadt Sukothai

Der Tag ging früh los mit der Ankunft am Bahnhof von Phitsanulok um ca. 4.15 Uhr. Da wir aber nach Sukhothai wollten, mußten wir noch eine Weiterfahrt finden. Das um diese Uhrzeit! Per Tuc Tuc sind wir erstmal zum Busbahnhof gebracht worden, wo tatsächlich ein Bus wartete. Leider waren wir die letzten Passagiere. Die Sitzplätze waren schon alle belegt. Wir durften es uns aber in der Mitte des Busses bequem machen. Dafür kostete die ca. 60 km weite Fahrt nur um die 1 Euro. Gegen Sonnenaufgang sind wir am Busbahnhof von Sukhothai eingetroffen, der etwas außerhalb liegt. Dort warteten bereits die nächsten Tuc Tuc-Fahrer für die Weiterfahrt nach New Sukhothai.

Der Tuc Tuc-Fahrer hatte für uns 2 Unterkünfte im Angebot. Ich wollte aber erstmal meine Emails checken, weil ich einen Tipp von mz erwartete, der 3 Wochen vorher höchst erfreut hier abgereist war. Mir war so, daß die Unterkunft irgendwas “Grünes” beinhaltete. Der Tuc Tuc-Fahrer hat uns dann erstmal im Garden House, eine der beiden Unterkünfte aus seinem Angebot, zum Surfen abgesetzt. Wie ich der Mail dann entnehmen konnte, befanden wir uns schon in der empfohlenen Herberge. Der völlig verpennte Rezeptionist hatte zum Glück trotz der frühen Stunde eine Hütte für uns parat.

Für unsere Tagesexpedition haben wir uns einen Roller gemietet. Der war zwar etwas klapperig, aber die Deluxe-Version, die im Verleih war, ließ sich nicht starten. Unser erstes Ziel waren die Berge. Noch vor dem Sukhothai Ortsausgang wurden wir das erste Mal auf Songkran eingestimmt. Mehrere Wasserladungen erwischten uns breitseit. Eine Meute Kinder amüsierte sich daraufhin könglich.

Der Fahrtwind und das irrsinnig heiße Wetter trockneten die Kleidung aber noch bevor wir die Berge erreicht hatten. Wir sind einem Hinweis auf einen Wasserfall gefolgt und am Fuß der Berge an einem Stausee angelangt. Vorher hatten wir noch eine zweite Wasserschlacht bestritten. Diesmal hatte ich mich mit einer 1-Liter Wasserflasche erfolgreich zur Wehr gesetzt.

urwald sukhothai Historische Stadt Sukothai

Der Stausee führte noch Wasser, aber der Bach, der ihn speiste, war ausgetrocknet. Damit gab es auch keinen Wasserfall zu sehen. Wir sind den Weg neben dem Bach noch einige Hunderte Meter hinaufgefolgt bis wir Wasser fanden. Das stand aber, was der ideale Nistplatz für Mücken war…

Neben wunderschönen Schmetterling und Vegetation, die einem Dschungel schon sehr nahe kam, haben wir bei unserer Expedition drei Schlangen gesehen. Kleine Exemplare, die schneller wegkrochen, als dass wir uns erschrecken konnten.

Der zweite Programmpunkt war die Historical Town von Sukhothai. Die ersten Anlagen und Relikte begegneten uns schon ein Stück weit außerhalb des offiziellen Parks. Nach Zahlung unserer Ausländerzeche (Eintrittsgebühren) konnten wir mit unserem Moped in den Park fahren.

alter baum Historische Stadt Sukothai

Als der Abend langsam einbrach und der Park sich leerte, und nachdem ich eine lange, schwarze Schlange in einem alten Baum verschwinden sah, hat uns ein Parkwächter angesprochen, ob wir denn schon den großen Buddha gesehen hätten. Hatten wir nicht. Der stand aber noch auf dem Programm. Er deutete an, daß er die Besichtigungsstätte abschließen würde. Es schien, als wäre jetzt der Zeitpunkt, dort hinzufahren, daher sind wir ihm gefolgt. Der Buddha war wichtig beeindruckend. Allerdings gab es dort nichts, was er hätte abschließen können. Aber aufschließen konnte er etwas.

big buddha front sukhothai Historische Stadt Sukothai

Das Buddha-Abbild war in einem viereckigen, ca. 20 Meter hohen Gebäude, das oben offen war, untergebracht. Der Zugang in das Viereck war mit einem Gitter versperrt. Als sämtliche Touristen weg waren, hat der Wächter das Tor aufgesperrt und wir konnten passieren. Zuerst konnten wir hinter den ca. 22 Meter hohen Buddha klettern. Außen hatte ich auf einer Schautafel gelesen, daß es ein Treppe in der Seitenmauer gäbe, die nach oben führt. Über der Treppe sind Tafel mit alten Inschriften angebracht. Der Wächter schloss dann auch noch das nächste Tor auf und wir konnten den niedrigen Gang in der Seitenmauer betreten. So bekamen wir die uralten Tafeln zu Gesicht und kamen am Ende auf dem Dach des Wats an. Von da hatten wir einen herrlichen Blick von oben auf den Buddha, auf den Park, die Berge rings herum und den Sonnenuntergang.

big buddha top sukhothai Historische Stadt Sukothai

Im Anschluß hat der Wächter uns noch einige sehenswerte Fotopunkte gezeigt, wo er die Beleuchtung für die Nacht anschalten mußte. Quasi in seinem Hintergarten, er schläft auf der Veranda in einem der antiken Häuser, hat er zwei bezaubernd riechende Blüten gepflückt. So endete unsere private Führung mit einer versuchten Konversation auf Thailändisch mit dem letzten Sonnenlicht.

Die Fotos aus der historischen Stadt kannst Du in meiner Fotogalerie ansehen.

Weiterreise nach Ayutthaya und weiter

Wir haben zum Frühstück durch Zufall noch einmal die 2 Deutschen wiedergetroffen. Die frischen Kekse am Straßenstrand, auf die Constanze so scharf war, haben wir leider nicht mehr gesehen.

Nach dem Auschecken sollte uns ein Taxi zum Bahnhof bringen. Der erste Taxifahrer wartete schon direkt am Ausgang des Hotels. Statt nur zu fragen, wo wir hinwollten, wollte er noch wissen, wo wir vom Bahnhof aus hinwollten und ob wir denn schon Tickets dafür hätten. Heraus kam, daß er mit uns erstmal einen Abstecher beim T.A.T. (Tourist Authorisation Thailand) machen wollte. Da gibt es für die Fahrer Benzincoupuns, wenn er Farangs dort absetzt.

Der nächste Fahrer wollte ohne Taximeter fahren, zu einem selbstverständlich erhöhten Preis. Ein auf der Hauptstraße vorbeifahrendes Taxi hat uns dann ganz regulär am Bahnhof abgesetzt. Irgendwie sind wir aber genau in der Mittagspause hier gelandet, so daß der nächste Zug erst 2 Stunden später fahren sollte. Im Reiseführer stand etwas von Zugverbindungen alle 20 Minuten, aber nach 4-maliger Nachfrage haben wir immmer die gleiche Auskunft bekommen. Höchst ärgerlich! Jetzt warten wir hier in einem Coffee Shop oberhalb der mit Menschen gefüllten Wartehalle auf unseren Zug. For the record, das wird meine erste Zugfahrt in Thailand. Ich bin gespannt.

Aus dem Fenster heraus hat uns eine alte Frau gewunken, daß sie Sitzplätze hätte. Das waren mit die Letzten im Zug. Da zeigte sich mal wieder, welch Glückskinder wir sind. Der Zug war Kategorie 3. Klasse, also Plastikhartschalensitze und Ventilatoren. Der Zug bewegte sich mit gemütlichster Schneckengeschwindigkeit. Von der Seite knallte die Sonne, d.h. die Luft im Zug stand und das bei der Hitze!

Wir waren zum Glück pünktlich in knapp 90 Minuten in Ayutthaya, der alten Königsstadt. Kaum angekommen, haben wir uns um unsere Weiterreise bemüht, nur um festzustellen, daß am folgenden Tag alle Züge ausgebucht sind. Kurz entschlossen, haben wir 2 Liegeplätze im Nachtzug nach Phitsanulok gebucht, um von dort mit dem Bus weiter nach Sukhothai zu fahren. Ankunftszeit in Phitsanulok: 04:16 Uhr, Ankunftszeit in Sukhothai: unbekannt.

Bevor wir aber um 23 Uhr wieder aufgebrochen sind, hatten wir noch Zeit eine Tour durch Ayutthaya zu machen. Deswegen waren wir ja auch gekommen. Nachdem wir am Bahnhof unser Gepäck aufgeben hatten, hat uns einer der Tuc Tuc-Fahrer mit offizieller Touristenfuhrerlaubnis abgefangen. Normalerweise steige ich auf solche Angebote ja nicht ein, aber da wir uns nicht auskannten und nur wenig Zeit hatten, selbst unseren Weg zu finden, haben wir Tuc Tuc samt Fahrer für den Rest des Tages gemietet.

Das erste Ziel auf unserem Weg war eine gemischt thailändisch-chinesischer Tempelanlage, die v.a. von chinesischen Fischersleuten frequentiert wird. Im Inneren gibt es eine große, goldene Buddha-Statue. Dort habe ich das erste Mal folgende Art der Spendeneintreibung gesehen: auf silbernen Tabletts werden Stoffbahnen für 140 Bath verkauft. Diese Stoffbahnen werden von einem Werfer am Fuß der Statue zu Fängern, die oben auf der Statue stehen, geworfen. Da werden sie verknüpft und wenn genug zusammengekommen sind, wird von hinten eine große Stoffplane über die Statue gezogen und die einzelnen Enden nach unten auf die Betenden geworfen. Diese breiten die Stoffbahnen über ihren Köpfen aus. Danach werden noch ein paar Worte verkündet und der Stoff wieder eingerollt und die große Stoffbahn zerlegt, zusammengelegt und wieder auf die Tabletts für neue Spenden hingelegt.

dickefische Weiterreise nach Ayutthaya und weiter

Eine weitere Einnahmequelle schwomm im Fluss. Dort war ein Floß vertaut, auf dem Fischfutter verkauft wurde. Um das Floß herum tümmelten sich die fettesten und gefräßigsten Fische. Der Anblick läßt jeden Angler vor Neid erblassen.

watantik Weiterreise nach Ayutthaya und weiter

Nach dem Besuch wundervoller, antiker Tempelanlagen brach allmählich die Dämmerung ein. Als es schon fast dunkel war, fragte uns unser Fahrer, ob wir dabei zusehen wollten, wie Elephanten gewaschen werden. Das hörte sich interessant an, also haben wir zugestimmt. Wir wurden zu einer Art Elephantenranch gefahren, wo es um die 50 Tiere gibt. Mit diesen werden Touren für Touristen durchgeführt. Auf der Ranch werden auch Jungtiere gezüchtet. Wir haben ein wenige Monate altes Elephantenbaby und seine gefrässige Mutter mit Bananen, Gurken und Vitaminen füttern können.

watantik2 Weiterreise nach Ayutthaya und weiter

Als Abschluß der Tour sind wir zu verschiedenen, beleuchteten Tempelanlagen gefahren. Abgesetzt hat uns der Fahrer bei einem “Floating Restaurant”, einem vertauten Restaurant im Fluß, wo wir gleich von einer jungen Dame in Empfang genommen wurden. Die Wahl des Lokals war dann auch der einzige Kritikpunkt an unserem Fahrer. Das Essen war mehr als dürftig und die Preise beinhalteten wohl eine Provision.

Alle Fotos von der Tour in Ayutthaya findest Du in meiner Online-Galerie.

Grand Palace und Wat Phra Kaew

Für den heutigen Vormittag stand der Grand Palace und die dazugehörigen Wats (u.a. Temple of the Emerald Buddha (Wat Phra Kaew)) auf dem Programm. Ich hatte Constanze schon extra empfohlen eine lange Hose und ein langes Hemd anzuziehen, weil es am Eingang einen Kleidungscheck gibt. Was ich nicht wußte, daß es auch Vorschriften für die Schuhe gibt. Badelatschen, die hinten keinen Halt haben, und zwei weitere Arten Schuhe sind nicht erlaubt. Wir haben es trotzdem probiert und wurden prompt am Einlass wieder zurückgeschickt. In einer Hütte gibt es kostenlose Leihschuhe (Badelatschen mit rückseitigem Verschluss), die den Anforderungen genügen. Der Verleih ist kostenlos. Allerdings darf man die Leihschuhe nur mit Socken tragen. Die gibt es für 15 Bath.

watpho Grand Palace und Wat Phra Kaew

Wir haben eine selbstgeührte Tour durch die Anlage unternommen. Die Hitze war allerdings so drückend, daß wir uns mehr geschleppt haben, als genießend die Schönheit der einzelnen Bauten zu bewundern. Als Gegenmaßnahme und zur Stärkung haben uns danach ohne Umwege zum Pool des Hostels auf das Dach begeben. Über den Dächern von BKK planschend, entdecke ich plötzlich ein bekanntes Gesicht und dann noch eines. Die 2 Deutschen, die ich bei meinem 1. Koh Phangan-Trip mit Daniela und Martin im Taxi getroffen hatte, waren ebenfalls dort. Zufälle gibt es!

Zum Sonnenuntergang sind wir zum Wat Arun mit dem Boot gefahren. Das beleuchtete Wat war wieder ein sehenswerter Anblick.

watarun Grand Palace und Wat Phra Kaew

Zum Abendessen sind wir in einem offenen Teak-Haus gegenüber des Ambassador-Hotels in der Soi 11 abgehend von der Suhkumvit Road gelandet. Das Essen war feurig, die Preise gesalzen, aber das Ambiente mitten im urbanen Bangkok gemütlich rustikal und sehenswert.

Unser Versuch uns in Nachtleben zu stürzen, endete mit einem kurzen Besuch in einer Bar mit Live-Musik in Padong. Den Rückweg in unser Hostel haben wir mit einem Tuc Tuc bestritten. Spät abends und nachts ist die einzige, ratsame Zeit für Tuc Tuc-Fahrten…

Die Fotos vom heutigen Tag findest Du in meiner Online-Galerie.

Erkundungstour Bangkok

Nach dem Ausschlafen sind wir heute Richtung Fluss gelaufen, um dort mit dem Boot zu fahren.

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Ausgestiegen sind wir in China Town. Dort waren die Straßen wieder verstopft mit Händlern, Waren und Kunden. Ein äußerst buntes Treiben, daß sich ein Bangkok-Besucher unbedingt ansehen sollte.

Von dort sind wir im Angesicht des Schweißes bis zum BoBe-Market gelaufen. Der war aber schon halb zu, so daß wir nur einen kleinen Eindruck vom morgendlichen Treiben bekommen haben. Der BoBe-Market ist DER Kleidungsmarkt für Wiederverkäufer in Bangkok. Unverständlicherweise wirkten die Waren für mich eher unverkäuflich.

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Ein Taxi hat uns zu den heiligen Endkunden-Hallen des MBK-Centers gebracht. Dort haben wir uns vor der Eroberung der 8 Stockwerke in der Angestelltenmensa gestärkt.

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Den Tag haben wir auch im MBK ausklingen lassen. Ganz oben, im Kino. Wir haben uns Hitch – zum Glück auf Englisch – angesehen, weil es doch auf der Insel kein Kino gibt.

Air Asia Transport von KLIA nach BKK

Ich war morgens um 8 Uhr mit zwei Leuten verabredet, die sich ein Taxi zum Flughafen mit mir teilen wollten. Sie waren nur leider nicht da.

Die Rezeptionistin hat für mich an der Zimmertür angeklopft, woraufhin die Beiden 20 Minuten verspätet erschienen. Der neue, internationale Flughafen von KL ist ca. 75 Km – 85 Km vom Zentrum entfernt. Die Fahrt dorthin dauert ca. 45 Min. – 1 Stunde. Im Reisebüro wurde mir ausdrücklich gesagt, daß ich mind. 2 Stunden vor dem Abflug da sein sollte, aber spätestens um 9 Uhr, war meine verspätete Ankunft schon vorhersehbar.

Auf dem Weg sind wir noch einen Platzregen geraten, den der Fahrer – glücklicherweise – mit einem langsameren Tempo quittierte. Obwohl ich nach 9 Uhr ankam, die Ankunftstafel für meinen Flug keine sinnvolle Auskunft mehr gab, konnte ich problemlos einchecken. Mein erster Air Asia Flug war schnörkellos und hoffnungslos überteuert, wie ich durch den Passagier neben mir, einen jungen Engländer, der gerade ein paar Tage Trekking in Borneo hinter sich hatte, erfahren mußte.

In BKK hatte ich noch 2 Stunden zu überbrücken, bevor Constanze aus London eintrudeln sollte. Ich habe mir eine ruhige Bank im Obergeschoss gesucht, wo es sage und schreibe 4 Hotspots gab, die aber leider alle kostenpflichtig waren. Neben mir saß ein Mönch, der irgendwie nicht aussah, als hätte er die buddhistische Ausgewogenheit inne. Kein Wunder, er zückte nach einer Weile sein Windows-Notebook! Ein anderer Mönch, nachdem er vom Air Asia-Personal nicht bevorzugt in das Flugzeug eingelassen wurde, zog, etwas konstaniert guckend, sein ultra-modernes Handy unter dem Gewand hervor.

Nachdem ich Constanze erfolgreich und pünktlich in Empfang genommen habe, sind wir mit dem Taxi zur Khao Son Road gefahren. Ich hatte dort von den drei Walisern, die ich in KL getroffen hatte, eine Hostel-Empfehlung bekommen. Der Taxi-Fahrer ist mit uns die gesamte Khao Son Road hinutergefahren, die vor Leben und Treiben der Händler und Touristen nur so trotze.

khaosanroad Air Asia Transport von KLIA nach BKK

Das Rumbuturri Village Hostel ist wirklich eine Empfehlung wert. Das Preis für unser “besonders großes” Doppelzimmer mit Dusche, WC und A/C lag bei 650 Bath die Nacht, wobei man erst gegen 12 Uhr auschecken muß. Das Personal spricht zwar nur mäßig Englisch, was unweigerlich zu Mißverständnissen führt, welche zu Problemen führen (können und werden), da das Personal chronisch überlastet, sprich genervt, wirkt. Die Zimmer sind aber sauber, fast neu, großzügig und verhältnismäßig ruhig. Und auf dem Dach gibt es einen großzügigen Swimmingpool mit Blick über Bangkok!

Rund um KL

Für meinen heutigen Tag stand also ein Ausflug zu den Bathu Caves an. Nach bestimmt fünfmal fragen, bin ich an der richtigen Haltestelle angekommen. Als ich gerade gegenüber Getränke kaufen war, kam der Bus. Auf das Wechselgeld habe ich nicht gewartet, so konnte ich mich aber noch in den Bus schwingen. Die Fahrt war wenig spektakulär. Einzig die beeindruckende Größe der Twin Towers wurde von außerhalb besser sichtbar.

bathucaves Rund um KL

Daß ich zwei Stationen zu früh ausgestiegen bin, war Pech, aber angekommen, bin ich dennoch. Zu den Höhlen, die als hinduistischer Tempel genutzt werden, führen Stufen mit einer Höhendifferenz von 120 Metern hinauf. Begleitet wird man beim Aufstieg von unzähligen Affen, die auf Futter hoffen.

bathucavesape Rund um KL

Oben angekommen, überrascht ein Höhle mit riesigen Dimensionen. Hier und dort stehen Götzenbilder und Statuen. Am Ende der Höhle führen weitere Treppen hinauf in eine oben offene Höhle, deren Wände weitestgehend begrünt sind. In der Mitte steht eine Art Altar.

Auf halbem Weg zum Eingang der beiden Haupthöhlen zweigt ein Weg zur Dark Cave ab. Da ich dort hinter einem verschlossenen Gatter eine Besuchergruppe entdeckt habe, kam ich auf die Idee, mal nach einer Tour zu fragen.

Da am Eingang zur Dark Cave niemand auftachte, bin ich wieder abgestiegen und habe am Audio Tours Stand gefragt. Dort hat mir eine Indierin geraten zu warten. Die Wartezeit habe ich damit überbrückt, noch die Art Gallery Höhle und eine weitere Höhle zu besuchen. Das dauerte ungefähr eine Viertelstunde.

Nach einer Besichtigung der Touristenabspeisevorrichtungen und einer Übereinkunft mit meinem Magen noch ein wenig mit dem Speisen auszuharren, bin ich wieder mit der Indierin ins Gespräch gekommen. Sie riet mir weiterhin dazu zu warten. Tat ich auch. Sie hat mir dann einen Stuhl aus ihrem Stand gegeben, damit ich mich setzen konnte. Wir haben uns jedenfalls ca. 1 oder 1.5 Stunden sehr nett unterhalten, wobei ich herausfand, daß sie die Chefin der Audio Touren war. Die Gruppe aus der Dark Cave kam aber irgendwie trotzdem nicht zurück. In der Zwischenzeit hatte ich noch drei Tipps für Ausflugsziele in der Umgebung bekommen, so daß ich mich dann irgendwann veranlaßt sah, weiterzuziehen. Wenn ich das nächste Mal in KL bin, buche ich vorab eine Tour. Bin jetzt mit der Telefonnummmer der Tourguides ausgestattet.

Die Chefin hat dann noch einen ihrer Mitarbeiter beauftragt, mich zu einer bestimmten Bushaltestelle mit dem Taxi zu befördern. Von dort bin ich mit den Öffentlichen in ein Naherholungsgebiet der malaysischen Art gefahren. Der Park namens Hutan Lipur Kanching war Dschungel, der hier und da mit geplasterten Wegen durchzogen war. Das Highlight ist ein Bach, der sich in mehreren Wasserfällen einen Hügel hinunterwirft. An zwei Stellen wird das Wasser in Becken gestaut, wo die Besucher schwimmen gehen.

hutanlipurkanching Rund um KL

Im Park gab es auch wieder Affen. Ich habe zwei verschiedene Arten gesehen. An der unteren Wasserstelle waren dieselbe Art, wie bei den Höhlen, aber auf dem Rückweg habe ich hoch oben in den Bäumen, eine scheinbar scheue Art mit hellerem Fell gesichtet.

Nachdem ich genug im Wasser (mit den Füßen) geplanscht habe, dem Verlauf des Baches bis zu einer unüberwindbaren Stelle gefolgt war, bin ich mit dem Bus zurück nach Downtown KL gefahren. Die mehr als 40-minütige Fahrt hat ca. 40 Cent (2 RN) gekostet.

In KL wollte ich mir noch den Rollercoaster (Achterbahn) im Shopping Mall ansehen, über den ich auf dem Hinflug im Flugmagazin gelesen hatte. Das Times Square Shopping Mall ist so groß, daß ich von der Achterbahn zuerst nichts gesehen habe. Im fünften Stockwerk (von ca. 9) habe ich sie dann aber gehört. Die Achterbahn ist Teil eines Themenparks, der sich über einen Großteil der oberen Stockwerke verteilt. Der Eintritt war erstaunlich finanzierbar. Erwachsene können den gesamten Tag für 5 Euro alle Fahrgeschäfte nutzen. Ich hatte von 17.30 Uhr bis 22 Uhr Zeit, was sich als ausreichend herausstellte.

Neben der Achterbahn mit einfachem Looping aus deutscher Produktion, wie ich einem Schild entnahm, bin ich noch 5 oder 6 weitere Magen-verdrehende Sachen (also alle die es gab) gefahren. Die ging auf und ab, rechts und links, drehten sich horizontal, vertikal und kreuz und quer. Nach der zig-ten Fahrt ist mir dann auch etwas flau im Magen geworden, weshalb ich abwechselnd immer Auto Scooter gefahren bin. Der Vergnüngungspark war so leer, daß ich immer wieder dieselben Leute angetroffen habe. Mit einem Malaysier namens Gausi habe ich mich auch noch ein wenig unterhalten, aber ausgerechnet sein Englisch war so schlecht, daß das eigentlich nicht richtig funktionierte. Wir haben bis zur Schließung noch einmal alle Fahrten durchgetestet.

Alle KL Bilder sind online abrufbar in meiner Fotogalerie.

Malaysischer Zeitvertreib

Ich sitze jetzt hier seit 1.5 Akkuladungen bei Star Bucks. Der Interzugang ist frei. Die Getränke kosten, aber im Verhältnis zu anderen Star Bucks Filialen hält es sich in Grenzen.

Der “Kunde” mir gegenüber saß hier gestern schon den gesamten Tag und hat jetzt ein illustre Schar von Freunden um sich herum versammelt.

Auch sonst sitzen hier jede Menge junge Menschen, die ich als Einheimische einstufen würde. Somit nehme ich hier richtig am malayischen Leben teil. Von wegen Star Bucks wäre ein Kulturkiller! Es schafft die Rahmenbedinungen für kulturellen Austausch.

Zum Thema Kulturen wollte ich noch festhalten, daß die Malayen ein sehr hilfbereites Volk sind. Als ich mit Rucksack durch die Gegend gewandert bin, wurden mir überall billige Unterkünfte angeboten und ohne Rucksack halten ständig Taxifahrer neben mir, die mich mitnehmen wollen.

Ironie beiseite. Wenn ich irgendwo fragend in der Gegend herumstehe, was mir hier schon öfters passiert ist, weil alle Stadtpläne, die ich habe, grottenschlecht sind, kommt öfters jemand auf mich zu und fragt, ob er mir helfen kann. Das kenne ich in der Form eigentlich nur von mir selber, wenn ich in Berlin, jemand ratsuchend in der Gegend herumstehen sehe.

Weiterhin festzuhalten ist auch, daß hier fast jeder ein paar Brocken englisch spricht. Ich nehme, durch die britische Besatzung, ist Englisch teil der Schulbildung schon in niedrigen Klassen.

Kuala Lumpur würde ich als Reiseziel bisher nicht unbedingt empfehlen. Der Zeit fehlt einfach das gewisse Etwas. Alles was für Touristen beworben wird, ist nett, aber nicht unbedingt die Reise wert. Morgen will ich zu den Batu Caves, vielleicht änder ich ja danach meine Meinung…

Nachtrag: wie gesagt, das reine Sitzen im Cafe bereichert mich, um einige Erfahrungen. Hinter mir schläft ein Sockenverkäufer über seinem ausgebreitetem Sortiment, noch ein Tisch weiter schläft der Nächste, noch einen Tisch weiter macht ein alter Chinese ein Nickerchen. Ich nehme an, daß sind alles Leute, die heute abend keine Unterkunft haben. Vielleicht irre ich aber auch.

Rechts neben mir futtert ein Päarchen seine mitgebrachten Esswaren von KFC, das quer über die Straße angesiedelt ist.

Nachtrag II: Der Sockenverkäufer ist eine Verkäuferin und sie ist aufgewacht und hat ihre Socken zusammengepackt. Der alte Chinese hatte sich auch geräkelt, schläft jetzt aber wieder. Dafür sind mind. noch zwei weitere “Kunden” eingeschlafen. Der “Kunde” mir gegenüber hat tatsächlich sein Zeug gepackt und ist gegangen. Der andere Kerl, der daneben sitzt, der, der vorhin nicht mal ein Getränk bestellt hat, würde bei uns glatt durch die Rasterfahndung fallen…

Bevor ich jetzt auch noch hier einschlafe, werde ich mich mal auf den Weg in mein Hostel machen.

Live, aber noch nicht in Farbe, direkt aus Kuala Lumpur, berichtet für Euch, fAb.

I did it!

Nach einem Tag Modelle testen und Preisrecherche, bin ich nun stolzer Besitzer einer neuen (Digital-)kamera. Wie das mit neuen Kameras so ist, muss erstmal der Akku laden.

Wie das außerdem so ist, gibt es die Kamera in Deutschland eigentlich viel billiger. Aber da die Alte ja leider abhanden gekommen ist, mußte eh eine Neue für den anstehenden Trip her.

In Malaysia gibt es wohl keine Steuer auf Elektronik, aber die Preise sind trotzdem mit Vorsicht zu genießen. Auf die ausgeschilderten Preise geben die Händler schon immer von sich aus Rabatt, aber danach scheint man dann doch noch handeln zu können / müssen.

Ich habe jedenfalls eine Casio Exilim EX-Z55 gekauft. Ich sehe gerade, daß es da auch schon wieder mehrere Nachfolgemodelle gibt. Sei es drum.

Sightseeing Kuala Lumpur II

Nach einer viel angenehmeren und v.a. käferfreien Nacht, bin ich für meine Verhältnisse für aufgebrochen.

Der Grund lag darin, daß ich an zwei Stellen gehört hatte, daß es für die Auffahrt auf die Twin Towers (die ehem. höchstens Gebäude der Welt, jetzt die Nummer 2), kostenlose Tickets gäbe, deren Anzahl auf 1600 begrenzt ist. Danach kommt man auch mit Geld nicht mehr rauf.

Diese Tickets müsse man bis 9 Uhr abholen. Das stimmte so nicht ganz. Es gab auch nach 9 Uhr noch Tickets, die waren dann für später am Tage.

Es hat aber alles reibungslos geklappt. Ich durfte bis auf die Skybridge der Twin Towers hinauffahren und dort einige Minuten hinuterschauen.

Been there, done that!

Danach bin ich eine Weile in der Stadt herumgeirrt, um zum Central Market zu kommen. Eine kleinere Markthalle, in der aber hauptsächlich nicht-verderbliche Waren (Kunstgewerbe, Schmuck, etc.) verkauft wurde. Nichts für mich.

Danach habe ich mich auf Umwegen in die grüne Lunge von KL durchgeschlagen. Als 1. habe ich den sehenswerten Bird Park aufgesucht. Das ist ein großes Freigelände, das größtenteils mit einem Netz überspannt ist, in dem alle möglichen Federviecher aus wärmeren Gefilden hausen.

Im Orchid Garden und im Hybiscus Garden hat mir wahrscheinlich die Mittagshitze zu sehr zugesetzt, als daß ich es wirklich genießen konnte. Vielleicht habe ich die Highlights auch verpasst, oder es gab nicht so wahnsinnig viel zu sehen, da war ich jedenfalls relativ schnell wieder raus.

Ich habe mich dann noch durchgerungen, den Butterfly Park aufzusuchen. Dort traf ich auf eine Vielzahl farbenfroher und interessanter Falter. Es gab auch einige Lehrschaukästen und im Anschluss an das Freigelände zahlreiche lebendige Amphibien und Insekten und tote Schmetterlinge und Käfer in Kästen.

Interview mit mir auf phlow.net

Auf Phlow findet sich ein Interview mit mir zum Thema Podcasting mit der schönen Überschrift “Podcasting: Die nächste Generation der Aggregierung, Bereitstellung und Auslieferung multimedialer Inhalte!?!”.

Das Interview hat Moritz von Phlow mit mir für einen Artikel in der nächsten Intro geführt. Dort erscheint aber nur ein sehr kurzer Extrakt.

Ach ja, der Blogeintrag kommt jetzt nicht aus Thailand, sondern auch Malaysia. Ich bin gerade auf Tour. icon wink Interview mit mir auf phlow.net