Nach einem Shoppingbummel durch den grossen Rimi Supermarkt am Bahnhof und einigen Empfehlungen aus unserem Reisefuehrer wechseln wir am Nachmittag ins Jugendstil-Viertel von Riga. Ueberall stehen Häuser, deren Bauherren und Architekten sich gegenseitig mit Fassadendekorationen und Schnoerkeln ueberboten haben. Sanierte und nicht minder schöne, unsanierte Häuser wechseln sich mehrere Strassenzuege lang ab. Wir besichtigen einige Innenhöfe und stellen mit wenig Erstaunen fest, dass die Schönheit der Haeuser ausschließlich der Strasse zugewandt ist. Die Innenhöfe sind umso schlichter, meist uneinladend, teilweise abschreckend düster. Wieder zurück auf der Straße fällt uns die hohe Dichte an Konsulaten, resp. Botschaften und die nicht minder hohe Dichte an vornehmen Restaurants auf.

Kurz vor 17 Uhr beschließen wir, das Kunstmuseum zu besuchen. Wir laufen nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal zuerst in die falsche Richtung. Ärgerlich, da dass Museum um 18 Uhr seine Pforten schließt. Fuer 2.50 Lats wird uns Einlass in die temporäre Ausstellung gewährt. Wir betrachten und diskutieren ausgiebig über die ausgestellten Gemälde des lettischen Kunstprofessors XXX. Mit dem Klingeln der Glocke, die die Schliessung des Gebäudes signalisiert, verlassen wir das Museum, nicht ohne einen letzten Blick auf den wunderschön gestalteten Empfangsbereich zu werfen.

Zur Stärkung kehren wir in das gegenüberliegende Café ein. Dieses gehört zur selben Kette wie das erste Café, welches wir am Freitag besucht haben. Die Inneneinrichtung ist komplett anders, aber das Gebäck erkennen wir sofort wieder. Wir probieren heute diverse neue Leckereien und planen den Rest des Tages.

Am Abend hauen wir uns den Bauch in einem lettischen Kellerrestaurant (das mit der Katze) mit lettischen Spezialitäten voll. Es gibt in Knoblauch gebackenes Brot mit Dip. Die Fischsuppe bietet reichlich Auswahl aus der nahen Ostsee. Auf einer gemischten Platte finden sich Wurst, Schinken, Gurke, Pilze und Lachs. Träge und mit überfülltem Bauch kehren wir zum Hotel zurück.

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