
Gestern war Leu Kratong. Ich bin mir nicht sicher, ob es ein offizieller Feiertag ist, weil ich arbeiten mußte und die anderen Büros auch großteils besetzt waren, aber am Abend deutete alles daraufhin, da die Massen Richtung Wasser oder noch besser Tempel am Wasser strömten. Aus dem Himmel strömte es leider auch. Was sicherlich als gutes Zeichen gedeutet werden kann.
Mir wurde ein Besuch des Tempels mit dem großen, goldenen Buddha empfohlen. Dort war auch wirklich einiges los und mir wurde etliches geboten. Leider habe ich kein Foto von dem Kinoprojekte, der im Inneren eines LKWs aufgebaut war, aber einen Haufen Gestecke auf dem Wasser habe ich abgelichtet.
Darum dreht sich auch alles. Thai-Mann oder Mann, der gerade in Thai oder so, und Thai-Frau gehen in einmaliger Gemeinsamkeit zum Wasser, sie betet, ich habe nicht einen einzigen Mann beten sehen, was vielleicht daran lag, daß fast nur Farang-Männer zu sehen waren, und dann verursacht er, das Gesteck mit äußerst unweltfeindlichen Styropor ins Wasser zu setzen, ohne das die Kerze ausgeht. Sinn der Sache, ist der Dank für den Mißbrauch des Wasser über das ganze Jahr verteilt. Muss man sich mal vorstellen, da wird dem Wasser mit einer unsaglichen Verunreinigung gehuldigt. So viel Dreck habe ich schon lange nicht mehr gesehen und das will schon was heißen.

Zu Wasser gelassen wurde nicht nur auf geschlossenen Flächen wie der Lagune in Chaweng, sondern auch ins Meer oder die Tümpel zwischen Lamai und Meer.
Bei Leu Kratong entstehen ganz neue Jobs. Kleine Jungs bringen gegen Spende die Gestecke ins Wasser, wenn sich das Paärchen zu fein ist, im Schlamm zu waten. Andere Menschen, ich nehme an, stark verarmt oder raffgierig, waten weiter draußen im Wasser, um die antreibenden Gestecke nach Geldspenden zu durchsuchen und zu plündern.
Ein Gutes hatte mein Ausflug gestern, ich habe höchst wahrscheinlich ein ziemlich gute Inline-Strecke gefunden. Muss ich mal mit einer Probefahrt evaluieren. Im Januar dann.
none