Welle auf Samui

Auf Samui rollt eine Monsterwelle zu. Eine Touristenwelle. Der bisher einzige Flughafen wird weiter kräftig ausgebaut, damit noch mehr Menschen die Insel bevölkern können. Und damit man konkurrenzfähig zu dem neuen Flughafen bleibt, der Billigflieger und Pauschalreisende in Massen auf die Insel bringen wird.

samui airport Welle auf Samui

MK Restaurant: aroy nit noy

Nach meinem gestrigen Einkauf bin ich zum Abendessen in die Samuianische Filiale der MK Restaurantkette eingekehrt. Das Großrestaurant befindet sich direkt im Tesco Lotus und glänzt mit Bahnhofshallenambiente.

Die Bedienungen sehen zum Schreien aus in ihrer Uniform, die einer Mischung aus einem Zwergenkostüm und einer Nonnentracht ähnelt.

Zur Auswahl stehen dort Gargerichte, für die es auf jedem Tisch einen Kochtopf gibt, Dim Sum und andere Kleinigkeiten, die nach 19.30 Uhr nicht mehr gereicht werden und Nudelgerichte, die wahlweise mit oder ohne Brühe serviert werden.

Ich habe Eiernudeln ohne Brühe mit Ente bestellt und dazu einen Wassermelonen-Shake. Die Nudeln waren irgendwie nur eine einziger Klumpen, das Fleisch nicht besonders schmackhaft, der Shake bösartig überzuckert. Gratis habe ich noch verwässerten Tee und versalzene Suppe hingestellt bekommen.

Die unangenehm kalt eingestellte Klimaanlage vermieste mir mein Abendessen gänzlich. Ketten bleiben Ketten bleiben Ketten. Nächstes Mal gehe ich in die Suppenküche von nebenan.

Da braut sich was zusammen

Nachdem die Regenzeit zu Ende, wieder angefangen, eigentlich aber die Sturmzeit anfangen sollte, bevor die 2-3 Monate Sommer kommen, ist jetzt ein wunderbarer Mischmasch aus allem. Es regnet, stürmt – laut Aussage eines Lokalmatadors sollen heute Abend Windgeschwindigkeiten bis zu 90 km/h vorherrschen – ist mal warm, mal kalt, aber immer wieder abwechslungsreich.

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Wer mir nochmal erzählen will, es gäbe keine Jahreszeiten in den Tropen, darf es sich verkneifen.

Sonntagstrip

Letztes Wochenende ist meine Kamera verlorgen gegangen. Au backe. Schon wieder. Ich hatte aber glücklicherweise eine Idee, wo sie hin ist. Sie ist im Taxi liegen geblieben. Mein Thai-Teacher hat dankenswerterweise die Wiedergabe geregelt.

Dafür sind wir dann heute mit dem Boot nach Donsak gefahren, um sie in Empfang zu nehmen. Wir waren um 12 Uhr verabredet. Nach kurzer Rücksprache waren die Damen mit der Kamera dann auch gleich vor Ort und haben mir mein gutes Stück zurückgegeben.

Der einzige Beweis des temporären Besitzerwechsels war ein fast leerer Akku und eine fast volle Speicherkarte. Wie sich später beim Durchsehen meiner glücklicherweise noch vorhandenen Bilder herausstellte, wurde die Kamera im Kreise der Finderfamilie getestet. Es liegen allerhand Beweisfotos und Beweistondokumente vor…

Jedenfalls haben wir die sonntägliche Überfahrt genutzt, um uns ein wenig am Festland von Suratthani umzusehen. Von der Fähre laden bizarre Felsformationen und vom Flugzeug aus lange Strandabschnitte dazu ein. Die zwei Strände, die wir aufgesucht haben, waren sehr touristenleer – es gab einige Einheimische mit Fischernetzen und Hunden – allerdings hatten sie auch nicht die gute Konsistenz der Traumstände auf Samui. Der Sand und das Wasser waren eher dunkel und grau. Dafür haben wir Schlammfische gesehen und sehr viele, schöne Muscheln gefunden.

Die Landschaft fand ich sehr schön. Eine Mischung aus Urwald, tief-grünen Feldern, Felsen, Flüßchen und Meer. Zum Schluß, nach einem üppigen Mal, sind wir schön eingeregnet. Aber das soll vorkommen, wir waren ja im Regenwald.