Nach der erfolgreichen Installation von SuSE 10.0, dem Aktualisieren des KDE auf die Version 3.4.3 und dem Ergänzen der fehlenden Multimedia-Pakete für eine sinnvolle amaroK-Nutzung, konnte ich von der tollen Verzahnung der Programme Gebrauch machen.

Beim Surfen mit Konqueror habe durch Zufall einen Service-Eintrag “Nachrichtenquelle zu aKregator” hinzufügen entdeckt. Das neue amaroK ist ja v.a. deshalb so interessant, weil es Out-of-the-box einen funktionieren Podcatcher für Linux ergibt.

So ein Service-Eintrag wäe also auch für amaroK mehr als brauchbar. Nach kurzer Recherche, einigen greps und finds, der Hilfe einer sehr guten Anleitung von Aaron J. Seigo, ist der Serviceeintrag mit minimalem Aufwand erstellt.

Mit einem .desktop-File (hier herunterladen), das sich der Benutzer entweder in seinem Home-Verzeichnis nach $HOME/.kde/share/apps/konqueror/servicemenus/ oder für eine globale Nutzung nach /opt/kde3/share/apps/konqueror/servicemenus/, bzw. den Ausgaben von kde-config --localprefix (lokal) oder kde-config --prefix (global) entsprechend, speichert / kopiert.

Wenn wir jetzt mit einer neuen Konqueror-Instanz zu podcast.de surfen, mit der rechten Maustaste auf einen Link in der Liste der deutschsprachigen Podcasts klicken und in die Aktionen schauen, erscheint dort ein neuer Menüpunkt “Als Podcast zu amaroK hinzufügen”. Diesen Punkt auswählen und schon ist der gewünschte Podcasts bei amaroK abonniert. So einfach ist Linux.

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Odeo hat mir heute auf meine Anmeldung vor einigen Monaten eine Einladung zu ihrer Beta-Preview geschickt. Der Anmeldevorgang ist kurz und schmerzlos. Email-Adresse, Benutzername, ggflls. Postleitzahl für “regionalen Content” (aber nur aus den USA oder Kanada) eingeben und Passwort wählen. Keep it simple and stupid!

Danach kommt eine Aufforderung das Synchronisations-Skript herunterzuladen (nur für Windows). Ich werde heute abend mal versuchen, es mit Wine unter Linux zum Laufen zu bekommen. Das “Skript” ist eine exe-Datei mit über 6 MB. Aber bei Podcast-Konsumenten kann man ja davon ausgehen, daß sie ordentlich Bandbreite haben.

Als nächstes wird man von einem (angeblichen) Benutzer mit einem Audio-Kommentar begrüßt. Es gibt noch einige Infos zur Webseite. Ganz unten, ganz klein, geht es zur eigentlichen Webseite weiter.

Stark ins Auge fallen die “Featured Channels” – auf einer nicht näher erklärten Art und Weise hervorgehobene Channels wie die Leute bei Odeo Podcasts nennen.

Odeo - Featured Channels

Etwas ins Strudeln gekommen bin ich, als ich den Subscribe-Button gesucht habe. Der versteckt sich nämlich bei einer Firefox-Installation mit Adblock Werbeblocker hinter einer halb-transparenten Adblock-Grafik (s. Screenshot). Die Webseite enthält viele Flash-Elemente. Auch der Online-Player ist per Flash realisiert. Leider ist er direkt in die Webseite eingebunden, d.h. wenn man gerade eine Show abspielt (so nennt Odeo einzelne Casts) und die Seite wechselt, stoppt der Abspielstream abrupt. :-(

Die Odeo Top 10 und Top 40 sind ausschließlich nach der Anzahl der Subscriber sortiert. Es werden aber noch die Anzahl der Kommentare und die Anzahl der Shows aufgelistet (s. Screenshot).

Odeo - Top 10 Channels

Als Browse-Optionen gibt es neben den Top Channels auch noch Featured Channels (s.o.), New Shows, New Channels und The Zeitgeist. Zeitgeist ist “The pulse of odeo, what people are subscribing to right now in odeo.”

Odeo - new Shows

Steigt man tiefer ab auf der Detailebene kommt man unweigerlich zu den Channel Detailseiten. Dort erhält man eine Übersicht über die Anzahl der Shows, der Kommentare, der Abonnenten, einen Direktlink zum RSS-Feed, ein Link zur Webseite, die Namen der Shows und die Kommentare an sich.

Odeo - Channel

Über den Flash-Player kann man die Casts des Podcasts direkt anhören. Ganz unten kann man seinen eigenen Kommentar hinterlassen. Wesentlich ist aber noch die Liste der Shows im Channel. Dort gibt es einen Queue Button. Damit kann man die einzelnen Casts in eine Warteschleife verfrachten, die bei einer Synchronisation durch das Sync-Skript ausgelesen wird, und wodurch die einzelnen Casts dann auf den heimischen PC heruntergeladen werden. Das ist eine der wirklichen Neuerungen der Seite. Die anderen Sachen habe ich bereits anderswo gesehen. Anders verpackt und anders benannt.

Die einzelnen Podcasts lassen sich sehr einfach und komfortabel mit Tags versehen (s. Screenshot oben). Die Tags dienen dem Finden weiterer Podcasts. Beim Tag deutsch werden noch nicht allzu viele Podcasts (hier Channels) gelistet.

Odeo - deutsch

Das ist auch gut so. Irgendwie muss es ja auch eine Daseinsberechtigung für das deutschsprachige Podcast-Portal geben. ;-) Außerdem scheint es keine Art von I18N auf der Seite zu geben. Dafür reichte das Geld wohl nicht.

Zu den einzelnen Casts (hier Shows) gibt es auch noch eine Detailseite auf der es einen Direktlink zum Enclosure (meist MP3-Datei) gibt. Es gibt auch eine Aufforderung, weitere Podcasts zu melden.

Odeo - Show Details

Auf den Detailseiten findet sich wieder ein Kommentarfeld, um den einzelnen Cast zu kommentieren. Das habe ich für Podcast.de auch überlegt, frage mich aber nach Sinn und Unsinn jeden einzelnen Cast kommentieren zu können. Kommentare willkommen!

Interessant finde ich die Schnellnavigation unten rechts, wo man zum neuesten, ältesten, nächsten und vorherigen Cast springen kann. Was nicht gesagt wird, ist, daß der älteste Cast, der Cast ist, der zuerst gespidert wurde. Bei Adam Curry sieht man, daß Odeo erst im Februar anfing, zu spidern. Ihnen sind also alle Casts von davor durch die Lappen gegangen.

Weiterhin interessant ist der Tag today, der bei allen tagesaktuellen Casts gesetzt ist.

Nachdem ich einen Kommentar geschrieben und einige Podcasts abonniert habe, ist mein Profil auch mit einigen Informationen angereichert (s. Screenshot). Gut, aber nicht perfekt finde ich die Möglichkeit, daß die neuesten Casts meiner abonnierten Podcasts als RSS-Feed exportiert werden. Die öffentliche Verfügbarkeit würde ich doch gerne steuern können.

Im RSS-Feed bin ich auf einen Link gestoßen, der einen account view meines Profils mit Bildern, die eindeutig nicht mich zeigen, verlinkt. Dort gibt es auch einen Abschnitt Recommendations, den ich schon vermißt hatte. Da bin ich wohl auf einen nicht offiziell freigegebenen Teil der Webseite gestoßen. Der Teil sieht jedenfalls noch sehr Beta aus.

Odeo - Profile

Man kann andere Benutzer auf seine Kontaktliste setzen. Bisher gibt es dort aber keine weiteren Funktionen als ein Link zum Profil des anderen Benutzers auf der eigenen Profilliste.

Das Folgende habe ich dann auch irgendwann geschafft. Es ist halt doch noch alles ein wenig Beta.

Odeo - Error

Was ich wirklich sehen wollte, war der Produktionsbereich. So eine Funktionalität ist nämlich sonst nirgends zu finden. Das ist auch bei Odeo nicht viel anders.

Odeo - Create Message

Werfen wir noch einen Blick in die Sync-Section. Dort finden sich meine gequeueten Casts und die Liste meiner abonnierten Podcasts.

Odeo - Sync

Fazit: Odeo macht Spaß. Viel ist von der Beta-Pre-Production-Phase in den offenen Bereichen nicht mehr zu merken. Das Interface ist aufgeräumt, anschaulich, trotz Funktionsumfang handlich. Es ist klar zu spüren, daß hier ein größeres Entwicklungsteam mit Geld im Hintergrund werkelt.

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Interessant wie sich eine Pressemeldung durch das Internet verbreitet.

Die Meldung wird teilweise tatsächlich noch redaktionell überarbeitet und dann als Artikel veröffentlicht.

Dank der Internettechnologie RSS verbreitet sich die Nachricht dann im Windeseile auf alle zielgruppen-relevanten Webseiten.

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Ich mache wohl Gmail gegenüber den Eindruck, daß ich ein potentiell interessanter Kunde bin. Jedenfalls habe ich die Erlaubnis erhalten, 4 Freunde in das Geheimnis des Dienstes einzuweihen. Wer also Interesse hat, einen Account bei Gmail zu erhalten, schreibt mir einen Kommentar.

Der Dienst ist wirklich interessant. Abgesehen von dem 1 GB Email-Speicher, der zeitlich nicht begrenzt ist, wie etwa bei GMX, ist die Werbung durch reine Textads sehr dezent und nervt nicht weiter. Weiterhin legt man keine Ordner an, sondern taggt seine Mails mit “Labels”. Hat man das für eine Mail aus einer Korrespondenz gemacht, werden weitere Emails dieses Schriftverkehrs automatisch gelabelt. Dadurch lassen sich die Mails in der Inbox schnell (d.h. mit einem Mausklick) sortieren. In der Mailansicht wird eine Übersicht der zusammenhängenden Emails farblich dargestellt. Wiederum sehr gut realisiert.

Der ganze Dienst ist mit JavaScript und XML-RPC realisiert, wodurch bei den Aktionen nicht jede Seite neu geladen wird. Dadurch ähnelt das Handling einer Desktop-Anwendung.

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Nach einem kleinen Ausflug an die Berliner Stadtgrenze in ein nicht nur historisch interessantes Gebiet zwischen Glienicke und Henningsdorf, und einem anschließenden Drift in die Träumerei, besann ich mich auf meine momentane Berufung und machte die Nacht zum Tag und den Tag zu den Stunden dahin.

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